aktuell aus der Augsburger Allgemeinen vom 21.12.2016:

Starke Stimmen auf neuen Wegen

Der Chor „Klangreich“ von Markus Romes überzeugt in der Pauluskirche nicht nur mit seinem Gesang Von Florian L. Arnold

 

  • Ein Chor geht auf Herbergssuche: Das Ensemble „Klangreich“ in der Ulmer Pauluskirche.
  • Foto: Florian L. Arnold

Opulent, raffiniert und wie immer vor (so gut wie) ausverkauftem Haus entführte das Konzert „Ankommen“ des Projektchors „Klangreich“ in unbekannte Chormusikgefilde. Die Musiker waren wieder einmal handverlesen, von den Musikern des Staatsorchesters Stuttgart bis hin zu den Gesangssolisten, die das Konzert vokal verstärkten. Auch hier hat sich Projektleiter Markus Romes nicht lumpen lassen und mit Sopran Katarzyna Jagiello und Tenor Carl-Josef Scheck beeindruckende Stimmen engagiert.

Musikalisch spannte sich der Bogen vom Frühbarock über die Klassik bis hin zu modernen Stücken – von Monteverdi über Mozart bis Maybebop. Aber die Chorsänger waren nicht nur als Sänger gefragt; Roberto Scafati, der Ballettchef des Theaters Ulm, inszenierte einzelne Chorstücke und gab der Vielfältigkeit des Programms damit auch eine starke visuelle Note. In drei Stationen („In der Herberge“; „Wer klopft an?“; „Ankunft“) wurde lose die Geschichte von Josef und Maria auf dem Weg nach Bethlehem nacherzählt. Hinreißend der Einstieg mit einer Vertonung John Ottmans basierend auf Johann Wolfgang von Goethes „Über allen Wipfeln ist Ruh“ – ein starker Text, eine unwiderstehliche musikalische Umsetzung.

Auch kleine Ausflüge ins Komische waren erlaubt: „Freunde lasset uns beim Zechen“ von Wolfgang Amadeus Mozart machte aus dem Chor eine fröhliche Trinkrunde, „Gummibaum“ von Maybebop mit Solist Josef-Emanuel Pichler ein Appell an Fröhlichkeit und Eigenheit. Und auch kleine Kitsch-Anteile durften nicht fehlen: Mit großer Geste forderte das Eric Whitacre-Stück „Fly me to Paradise“ fast zum Mitsingen auf, die fließende Choreografie Scafatis und die berührende Solostimme von Caroline Schlenker sorgten dafür, dass das etwas bonbonsüße Stück dennoch zu Herzen ging.

Wer sich noch an den 90er-Jahre-Hit „Adiemus“ erinnerte, dürfte sich bei zwei Stücken von Karl Jenkins die Augen respektive die Ohren gerieben haben: „Amate Adea“ und „In Caelum Fero“, einstmals mit elektronisch vervielfachter Frauenstimme auf die Bugwelle des New Age gesetzt, erklangen in der Pauluskirche überaus lebendig, frisch und aufgepeppt mit Schlagwerk und afrikanisch-inspirierter Rhythmik. Das Finale gelang mit eher ruhigen und prachtvollen Klängen, wobei sich Morten Lauridsens unwiderstehliches „Magnum Mysterium“ als starker Partner zu Händels „Halleluja“ erwies. Ein fabelhaftes Konzert, höchst unterhaltsam, mit Herzblut musiziert. Tosender Applaus für alle Akteure.

 

 

Remstalzeitung vom 22.10.2016 zum Konzert "die Frucht der Stille ist..."

Gmünder Tagblatt vom 22.10.2016 zum gleichen Konzert:

Konzert am 31.Juli 2016 lin Dettingen / Peterskirche

 

Ulm, Pauluskirche, Südwestpresse vom 24.11.2015

 

 

Lorch, Klosterkirche / Remstal Zeitung:

Neu-Ulm / Augsburger Allgemeine Zeitung 

 

 

Gmündner Tagespost vom 21.10.2015

 

 

 

Aus: Wohin in Ulm und Neu-Ulm / Novemberausgabe

Ulm, Pauluskirche:

Beifallssturm für Chor Klangreich

Das war ein faszinierendes Konzert, das der Chor Klangreich Ulm und seine Gäste da vor rund 400 Zuhörern in der Pauluskirche gaben.
CHRISTA KANAND | 18.11.2014

 

Warteschlangen, knapp 15 Minuten Verspätung. Mit diesem Ansturm hatte wohl keiner gerechnet. Auch nicht mit der Faszination des außergewöhnlichen Konzerts "Jauchzen möcht' ich, möchte weinen". Der von 400 Zuhörern mit Standing Ovations gefeierte Chor Klangreich setzte in der Pauluskirche dramaturgisch klug inszeniert neue Maßstäbe.

Den gemischten 30-köpfigen Chor zeichnen nicht nur erfahrene, erstklassige Stimmen mit feinem solistischen Profil (Sonja Stopp, Petra Nitsch, Michaela Kern) und nahezu perfekte Klangkultur aus, sondern auch sein Faible für das Alte und das Neue. Kontrastreich, ja fast provokant prallten Epochen aufeinander. So traf zum Auftakt Schuberts schwärmerisch romantische Ode "An die Sonne" auf das avantgardistische "Stars" von Eric Esenvalds, bei dem der Chor um das Publikum positioniert mit der Raumakustik spielte.

Hörhorizonte wurden erweitert, mal a cappella oder vom Jomelli-Streichquartett, Conrad Schütze (Klavier, Cembalo ) und Jürgen Grözinger (Perkussion) begleitet. Eine Hauptrolle spielte auch Gunther Nickles vom Theater Ulm, der zwischen den Chorsätzen ausdrucksstark die Texte rezitiert.

Die Natur war mehr oder weniger der rote Faden in der üppigen, fast zweistündigen Non-Stopp-Werkwahl. Naturgeräusche wurden von Glasharfe, Klangschalen, klappernden Steinen, Laubrascheln oder Fingerschnipsen tonmalerisch imitiert, etwa Regenfluten und Gewitterstürme in Eric Whitacres "Cloudburst" für Chor und Percussion oder in der ebenso faszinierenden Chorimprovisation "Gaia" von Markus Romes und Jürgen Grözinger mit Sopransolistin Sonja Stopp. Die reinste Klangmagie!

Außergewöhnlich auch die frühbarocken Monteverdi-Madrigale, die in halbszenischer Choreografie (Margarete Lamprecht) und wohltönender Polyphonie voller Leben pulsierten. Nach dem grandiosen, fast kitschig schönen Chorwerk "Luminous Night of the Soul" des Norwegers Ola Gjeilo dankte seine extra für Klangreich geschriebene Klavierfassung von "Ubi Caritas" nicht enden wollenden Beifallstürmen.

 

Info Das Konzert wird am 17. Januar 2015, 19 Uhr, in der Petruskirche Neu-Ulm wiederholt.

 

Bietigheim-Bissingen

Chor "Klangreich" macht seinem Namen Ehre

Am vergangenen Samstag war der Chor "Klangreich" aus Ulm in der Kilianskirche in Bissingen zu Gast und begeisterte die zahlreichen Konzertbesucher. Er beeindruckte auch durch halb szenisch dargestellte Stücke.

BZ |
Der Ulmer Chor "Klangreich" begeisterte in der Bissinger Kilianskirche.

Foto: Martin Kalb

 

Der Ulmer Chor "Klangreich" begeisterte in der Bissinger Kilianskirche. 

Beeindruckend war auch das Aufgebot an Mitwirkenden: die rund 30 Sängerinnen und Sänger von "Klangreich" aus Ulm mit einer hohen Stimm- und Klangkultur, die Chorsolistinnen Sonja Stopp und Michaela Kern, das bekannte Jomelli-Quartett mit Mitgliedern der Staatsorchester Stuttgart und München, der Kirchenmusiker Conrad Schütze, der als feinfühliger Begleiter an Klavier und Cembalo zu hören war, der Percussionist Jürgen Grözinger, der Schauspieler Gunther Nickles, der in überzeugender Manier Übersetzungen der fremdsprachigen Kompositionen rezitierte, sowie die Schauspielerin und Regisseurin Margarete Lamprecht, die für Choreographie bei einigen halb szenisch dargestellten Stücken verantwortlich war. Sie alle wirkten unter der künstlerischen Gesamtleitung von Markus Romes, der auch Leiter der Kammerchors "d'accord Ulm" und des Chors der Hochschule Ulm ist.

Beeindruckend war auch das von Markus Romes konzipierte, nahezu zwei Stunden dauernde außergewöhnliche Programm, das Kompositionen vom 16. Jahrhundert mit welchen aus der heutigen Zeit vereinte. Beginnend mit Schuberts "An die Sonne" ergab sich ein spannungsvoller, kontrastreicher Wechsel von zeitgenössischen und traditionellen Kompositionen, teils a capella, teils mit Begleitung von Klavier, Cembalo, Streichquartett oder Percussion gesungen.

Glasharfenklänge, gesummte Cluster und fast romantisch anmutende Klangpassagen wechselten sich bei "Stars" des zeitgenössischen lettischen Komponisten Eriks Esenvalds ab. Bei "Cloudburst" des Amerikaners Eric Whitacre wurde mit Fingerschnipsen, Klatschen, geflüsterten Wortkaskaden fast naturalistisch ein Gewittererlebnis mit Regen und Donner dargestellt. Bei beiden Kompositionen sang der Chor im ganzen Kirchenraum verteilt. Den Abschluss des Programms bildete die vom Chor mit opulenter Klangfülle gesungene Komposition "Luminous Night of the Soul" des jungen Norwegers Ola Gjeilo.

 

Die Natur in Klangfarben gehüllt

Konzertchor „Klangreich“ Ulm: beeindruckendes Konzert in der Peterskirche Dettingen

Marita Kasischke , Heidenheimer Zeitung vom  23.07.2014

Jauchzen möcht‘ ich, möchte weinen“, hieß es am Sonntagabend in der Peterskirche Dettingen. Hinter diesem Titel des Konzertchors Klangreich aus Ulm unter der Leitung von Markus Romes verbarg sich eine klanggewaltige Hommage an die Natur, zu der Meisterwerke der Chorliteratur ausgewählt worden waren.


In der Kleidung erschienen die 29 Sängerinnen und Sänger in den unterschiedlichsten Grünschattierungen, und in der Stimme zeigten sie, dass sie ein gewaltiges Spektrum an Klangfarben beherrschen.


„Wir haben ein Lied, das den Regen heraufbeschwört“, begrüßte Markus Romes das Publikum, scherzend angesichts der Wettervorhersage. Und was für ein Lied war das: „Cloudburst“ mit Namen, aus der Feder von Eric Whitacre, eine höchst ungewöhnliche Komposition mit anspruchsvollen Dissonanzen, mit Klängen, die vom einzelnen Regentropfen bis hin zum Platzregen fast schon eine Naturgewalt boten, so punktgenau, wie der Chor zu Werke ging.


„Verlorene Worte wiederfinden“ hieß es im dortigen Text, und auch so mancher im Publikum mag sprachlos ob dieses Vortrages gewesen sein und darum bemüht, Worte zu finden.


Im Programm fand sich aber auch ein Werk aus der Feder des Chorleiters: Markus Romes‘ „Erstes Grün“ bestach durch schlichte Ruhe und Klarheit und ließ erste sonnige Frühlingsstrahlen aufblitzen.


Von heller Strahlkraft durchzogen war das „Amazing Grace“ in einem Arrangement von Eriks Esenvalds, das ebenso aufhorchen ließ wie die Solostimme von Petra Nitsch, die stürmischen Applaus erntete. Ebenfalls von Eriks Esenvalds stammt die Kompostition „Stars“, die der Chor in einer solchen Harmonie darzubieten wusste, dass der klare Sternenhimmel so manchem Zuhörer deutlich vor Augen war, wozu die geradezu sphärischen Klänge, erzeugt von Wassergläsern beitrugen.


Mit „Die Gedanken sind frei“ war auch ein traditionelles Volkslied im Programm, allein das Arrangement von Oliver Gies zeigte sich höchst modern und durchaus herausfordernd für jeden Chor – „Klangreich“ machte auch hier seinem Namen alle Ehre und überzeugte mit großer Präzision.


Beethovens „Elegischer Gesang“ und „Unser Wandel ist im Himmel“ von Heinrich Schütz wurden mit viel Gespür für Dynamik umgesetzt, und mit „Ubi Caritas“ erhielt das Konzert in der gut gefüllten Kirche den passenden sakralen Anstrich.

 

Claudio Monteverdi, dem großen Komponisten der Renaissance, war ein ganzer Block gewidmet, indem der Chor dem „singenden Waldvögelein“ auf leichte Schwingen verhalft, die pure Glückseligkeit in „Movete al mio bel suon“ zum Ausdruck kam und Michaela Kern im Sologesang einer Nymphe glänzen durfte.


Das Konzert beschloss mit „Luminous night of the soul“ das noch einmal die ganze Klangfülle des beeindruckenden Chores zeigte.


Da war wohl auch der Regen so beeindruckt, dass er trotz Vorhersage nicht erschien – oder mag es an Franz Schuberts „An die Sonne“ gelegen haben, das das Konzert eröffnet hatte?


Hier hatte der Chor bereits Akzente gesetzt und von strahlender Lautstärke bis zu sanften leisen Tönen gewissermaßen das Strahlen der Sonne bis zum stillen Abendrot klanglich einwandfrei nachvollzogen. Starken Beifall gab es für das Klangerlebnis, das „Klangreich“ geboten hatte.

 

 

 

 

Neuer Chor "Klangreich Ulm" bewegt mit meisterlichen "Herztönen"

Ein berührender zweiter Adventsabend: "Herztöne" von Renaissance bis Moderne ließ der neue Konzertchor "Klangreich Ulm" in der Ulmer Pauluskirche pochen. Der Erlös geht an Bedürftige in der Region.

BURKHARD SCHÄFER | Südwespresse vom

Stimmungsvoller, herzerwärmender kann ein Konzertabend kaum verlaufen als jener zugunsten der Aktion 100.000 und Ulmer helft am Samstagabend. In der von zahlreichen Kerzen erstrahlten Ulmer Pauluskirche drängten sich die Menschen. Sie waren gekommen, um den neu gegründeten Konzertchor "Klangreich Ulm" zu erleben, der erstmals in vollständiger Besetzung zu hören war.

Unterstützt wurden die wunderbar agierenden Sänger vom Jommelli-Streichquartett, das sich aus Mitgliedern der Staatsorchester aus Stuttgart und München rekrutiert. Kathrin Scheytt (1. Violine), Nicola Wiedmann (2. Violine), Burkhard Zeh (Viola) und Oliver Göske (Cello) sorgten im Einklang mit dem Chor mehr als ein Mal für Gänsehaut pur. Kein Wunder, bei dem ebenso berührenden wie ausgefallenen Programm, das Markus Romes, der musikalische Leiter des Ensembles, einstudiert hatte und das unter dem Motto "Herztöne" Meisterwerke von der Renaissance bis in die Moderne präsentierte.

Dabei waren gleich zu Beginn die "Five Hebrew Love Songs" von Eric Whitacre für Chor und Streichquartett schon der erste große Glanzpunkt in diesem Konzert. Da Romes die Texte zu den Kompositionen vorab vorlas, konnten die Zuhörer der Musik erfreulich unangestrengt folgen. Schmerzlich, aber auch tröstlich zog Monteverdis "Ah! Dolente Partita" durch den hohen Kirchenraum, optimistisch und wiegend gab sich der anschließende klingende Schmetterling ("Butterfly") von Mia Makaroff.

Buchstäblich bewegend war das Konzert auch durch die durchdachten Positionsänderungen des Chores. Das Stück "To See a World" von Sven-David Sandström konnten die Zuhörer gar im "Surround Sound" erleben. Im "Paduana Lachrymae" von Jan Sweelinck sowie in Brahms" h-Moll-Intermezzo op. 119 Nr. 1 und im "Notturno" Viktor Ullmanns nutzte Conrad Schütze die Möglichkeit, seine pianistischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Durch den überwältigenden Schluss mit "Dark Night of The Soul" von Ola Gjeilo schloss sich der Kreis. Der Lohn: Stehende Ovationen, Blumen und glückliche Gesichter allenthalben. Ein fürwahr adventliches Glanzlicht der Aktion 100.000 und Ulmer helft.

 

"Herztöne" in der Pauluskirche

Dass Markus Romes musikalische Massen bewegt, darf man getrost behaupten: Er ist musikalischer Leiter der Chöre Daccord Ulm, Gospel & More, Vocalica des Singvereins Pfuhl, er dirigiert aber auch den Chor der Hochschule Ulm sowie den Auswahlchor des Sängerkreises Iller-Rot-Günz.

Jürgen Kanold |

Das ist gewissermaßen auch ein "Klangreich" - und damit ist fast schon der Name des von Romes neu gegründeten Konzertchors genannt, der am kommenden Samstag, 20 Uhr, in der Ulmer Pauluskirche erstmals auftritt: "Klangreich Ulm" singt ein außergewöhnliches, anspruchsvolles A-cappella-Programm unter dem Titel "Herztöne".

Romes, der in Berlin Chorleitung und Liedbegleitung studierte, als Kapellmeister an Theatern arbeitete und in der Region Ulm schon viele Projekte realisierte (darunter "Abrahams Kinder"), wollte mit ausgewählten Sängerinnen und Sängern mal ein besonderes Ensemble gründet. Und zwar eines, mit dem er "all die kleinen Edelsteine", all die Meisterwerke der Chorliteratur, die er in den vergangenen Jahren sammelte, aufführen kann. Es ist Musik, "die aus dem Herzen komponiert ist" - klangintensive, raumfüllende Musik, die berührt. "Herztöne" hat Romes deshalb das Konzert überschrieben, und es ist ein Benefizkonzert, dessen Erlös für die Aktion 100 000 und Ulmer helft bestimmt ist.

Es erklingen Kompositionen von der Renaissance bis zur Gegenwart, von Claudio Monteverdi, Eric Whitacre, Mia Makaroff, Ola Gjeilo und anderen. Aber "Klangreich Ulm" unter Romes musiziert nicht allein. Mit dabei ist auch das Jommelli-Streichquartett mit Musikern aus den Staatsorchestern aus Stuttgart und München, angeführt von Kathrin Scheytt an der 1. Violine. An Cembalo und Flügel spielt Kantor Conrad Schütze aus Langenau.